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Diabetiker Persönlichkeiten (Teil 1)

 

Steffi von PEP ME UP

 

Die Diabetes-Szene ist eine wirklich lustige Welt unter Gleichgesinnten, habe ich festgestellt. Heute stelle ich Euch Stephanie Haack vor – kurz Steffi. Gründerin des Diabetes-Blogs und (peppigen) Shops „PEP ME UP“.

Steffi ist eine sehr sympathische und energiegeladene Frau, die fast zeitgleich zur Volljährigkeit mit Diabetes Typ 1 „gesegnet“ wurde.

 

 

Wie alles begann

 

Die Diagnose kam 2009 – und zwar via Google. Nachdem es ihr über Monate immer schlechter ging, tippte sie irgendwann kurzerhand ihre Symptome in die Suchmaschine ein. Die Antwort war eindeutig und dann ging alles ganz schnell. Am nächsten Tag wurde sie vom Arzt diagnostiziert und in eine Klinik überwiesen, in der sie in ihr „neues Leben“ einführte.

„Anfangs war ich sehr pragmatisch und motiviert. Doch die Honeymoon-Phase brach mir fast das Genick,“ führte Steffi aus. „Diese kam kurz nach meinem Krankenhausaufenthalt und bewirkte, dass ich gar kein Insulin mehr benötigte. Das ist natürlich schwierig, wenn man gerade kurz zuvor erst mit Diabetes diagnostiziert wurde, Spritzen und Messen gelernt hat und auf einmal gar keine Zuckerschwankungen mehr erlebt. Es war fast so, als sei alles ein Irrtum gewesen und ich sei doch wieder gesund“ seufzte Steffi.

 

 

 

„Das Messen hatte ich ein paar Wochen nach meinem Krankenhausaufenthalt fast vergessen. Erst zwei Monate später gab dann meine Bauchspeicheldrüse nach und nach auf. Das war schwer zu akzeptieren.“

„Mit frischen 18 Jahren fiel es mir dann gegenüber Freunden und Familie auch nicht leicht, offen mit meiner Krankheit und meinen Sorgen umzugehen. Stattdessen habe ich alles mit mir selbst ausgemacht. Ich wollte allen weismachen, dass sich nichts geändert hat – auch mir selbst“ erzählt Steffi.

Von ihrem Arzt kam nur wenig Unterstützung. Wie vielen Menschen mit Diabetes Typ 1 waren ihr zu Beginn der Erkrankung die ärztlichen Empfehlungen eher fremd. Die realitätsfernen Empfehlungen wie „kein Alkohol“ oder „keine Festivals“ haben anfangs auch dazu geführt, dass Steffi sich eher von Ärzten fernhielt.

 

 

 

Auslandsjahre

 

Als sie Anfang 20 ein Auslandssemester in Moskau, Russland, verbringen wollte, “erlaubte” er ihr dann, “auch mal einen Schluck Wodka zu probieren”. Alleine bei der Schilderung dieser (gut gemeinten, aber weltfremden) Geschichte prusteten Steffi und ich vor Lachen am Telefon.

Vor der Abreise machte Steffis Arzt ihr mehr Angst als Mut: “Ob sie den Diabetes dort besser in den Griff bekommen als hier, werden wir dann mal sehen” waren seine warmen Worte. Die Vorbereitungen für die Reise waren eine Herausforderung.

Das hartnäckige Gerücht, dass 1/3 der Medikamente in Russland gefälscht sein sollen, machte ihr Sorge, weshalb sie kurzum ihren gesamten Vorrat mitnahm. Glücklicherweise ist Steffi eine aufgeschlossene und draufgängerische Frau mit Diabetes, die ähnlich wie ich, keine Scheu vor Improvisation hat und sehr gut organisiert ist.

Für alle unter Euch, die sich nun fragen, wie man denn unter solchen Umständen (bzw. generell) seinen Auslandsaufenthalt vorbereitet, empfehle ich Euch meinen Artikel über die Vorsorgetipps bei Auslandsaufenthalten. Vorab: Man sollte IMMER auf Nummer sicher gehen und entsprechend mit Medikamenten und Hilfsmitteln vorsorgen.

Wie auch ich, ist Steffi trotz Pumpe weiterhin ein großer Pen-Fan. Der Insulin-Pen ist als Notfall-Equipment immer dabei.

 

 

 

Steffi heute

 

Rund fünf Jahre hat es gedauert bis Steffi sich an ihr „neues Leben“ mit Diabetes Typ 1 gewöhnt hatte und den bewussten Umgang damit erlernt und verinnerlicht hatte. Heute widmet sie dem Thema mehr Zeit und Energie und hat mit „PEP ME UP“ sogar ein nebenberufliches Projekt um ihren Diabetes herum gebaut. Sie bloggt nicht nur, sondern „verschönert“ mit ihrem Shop das Leben mit Diabetes.

Hauptberuflich arbeitet Steffi im Fundraising für eine internationale Hilfsorganisation. Privat reist sie gerne um die Welt.

 

 

 

Diabetes & Humor

 

Was mir persönlich an Steffis Blog am besten gefällt ist die Rubrik „Lachen“.

Den Diabetes mit Humor zu nehmen ist Steffis Stärke. Ganz besonders schön finde ich Ihre Blogs mit den GIFs, die den Diabetiker-Alltag beschreiben unter dem Titel „5 Momente aus dem Leben mit Diabetes“.

Ein privates, lustiges Erlebnis hat Steffi auch mit mir geteilt: Sie war in Thailand unterwegs auf der Besichtigungstour eines Nationalparks, als sie plötzlich unterzuckerte.

Sie holte zitternd ihr Trinkpäckchen aus dem Rucksack und begann zu trinken. Doch plötzlich stürmten zwei umherstreunende Affen auf sie zu und versuchten, ihr Trinkpäckchen aus der Hand zu klauen. Unterzuckert, verwirrt und verzweifelt kämpfte sie um den lebenswichtigen Hypo-Helfer.

Doch noch schlimmer als die diebischen Affen, waren jene große „Menschenaffen“, die der Situation zusahen: „Die haben mich natürlich für irre gehalten, aber mein Trinkpäckchen gebe ich während einer Hypo nicht kampflos auf“.

 

 

 

PEP ME UP – Shop

 

Steffis Shop „PEP ME UP“ beinhaltet bunte Lifestyle-Aufkleber für die Minimed-640G Insulinpumpe und das Freestyle Libre System. Darüber hinaus vertreibt Steffi Armreifen und Tattoos, die fesch aussehen, aber in Notsituationen auch ein medizinisches Signal setzen können.

 

 

Das besondere an den Produkten von PEP ME UP ist die Kombination von tollen Designs und hochwertiger Qualität. Steffi will ihr Sortiment in Zukunft noch weiter ausbauen: In wenigen Monaten werden auch Aufkleber für den Dexcom-Sensor rauskommen. Darauf warte ich schon sehnlichst.

 

  

 

 

Test-Rabatt

 

Für alle, die nach einem außergewöhnlichen Nikolaus- oder Weihnachtsgeschenk Ausschau halten, darf ich Euch heute bis zum Ende des Jahres einen exklusiven Rabattcode für Steffis Produkt-Range ausloben: Unter dem CODE „SUGARBOOTCAMP“ erhaltet Ihr 15% Rabatt.

 

 

Viel Spaß beim Aufpeppen!

 

Eure Vivi